Der Schrei
Präsentation zur Sommersonnenwende 21. Juni 2012
Seestrasse 434  in Zürich Wollishofen

Holzskulptur  Eibenholz  Höhe  200 cm, Durchmesser ca. 57cm,  Umfang  187cm
(siehe auch unter Holzskulpturen - Totem)

Der Schrei ein Oelgemälde von Edward Munch 1910 erschaffen, 4 Jahre vor dem 1. Weltkrieg, war die Inspiration zu dieser Skulptur in der über 1000 Jährigen Eibe. Der Schrei geht  Richtung  Süden, weil  die Menschen dort noch vermehrt mit der Mutter Erde Leben und  mit der Stadt im Rücken.

Die Holzskulptur reflektiert den momentanen Zustand in der jetzt Zeit. Der Schrei der Eibe ist ein Ausdruck der sinnlosen Zerstörung der Bäume, die den Sauerstoff für uns produzieren. Ausdruck der unglaublichen Doppelmoral, die Politik, Wirtschaft und die ganze  Gesellschaft durchdringt. Ausdruck der massiven Ausbeutung durch wenige die davon profitieren, der Verschmutzung der Mutter Erde, Vergiftung der Lebewesen auf der  Erde, inklusive der Menschen.

Es ist an der Zeit zu erkennen, dass die allgemeine Norm von Geben und Nehmen katastrophale Folgen hat und wir deshalb wieder auf die uralten Gesetze der Menschheit zurück finden müssen. Geben um zu Geben. Die Mutter Erde, die Lebewesen auf ihr und das Universum geben uns alles, was wir brauchen.

Wir müssen nur in einer Harmonie, im Einklang mit unserer Umwelt leben. Doch die nach diesem Grundsatz leben, müssen sich vor der Ausbeutung anderer, die noch immer der Gier und dem Neid nachrennen, schützen.

Es ist aber auch ein Schrei von einem Lebewesen, das gerade einmal erwachsen worden ist, wenn man bedenkt, dass eine Eibe durchaus 4-6000 Jahre alt werden kann. Eigentlich ist die Eibe der älteste Baum in unserer Hemisphäre; 140 Mio. Jahre, nur der Ginko im Asiatischen Raum ist noch älter. Unsterblich da er Luftwurzeln in dem hohlen Baumstamm bildet und weiter lebt.Vermutlich von hier aus erstreckte sich vor 300 Jahren ein Eibenwäldchen bis zur alten Kirche Wollishofen. 2 Eiben die auf dem übernächsten Gründstück stehen, Seestrasse 416, wurden durch meine Initiative diesen Frühling unter Schutz  gestellt. Es musste befürchtet  werden, dass sie nach dem Verkauf  der Liegenschaft, einer   Neu-Ueberbauungen geopfert würden. Kommentar der Grün Denkmalpflege Zürich: Die Bäume sprechen für sich und ihr theoretisch errechneter Wert ist beeindruckend. Umfang dieser 2 Eiben auf Brusthöhe, 186 cm und 321 cm. Das Gebiet  wurde im 17 Jh. Wolfsacker  benannt. Als 1910  das sogenannte Honegger Renditenhaus gebaut  wurde, sah die Eibe fast genau so gross aus wie jetzt.

An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei der Besitzerin dieses Grundstückes Seestrasse 434 bedanken. Sie hat mir 3 Stunden vor der Fällung die 2 m Baum, für eine Skulptur zur Verfügung gestellt, aber auch dem Verwalter. Nachdem der Baum 2 Jahre da lag und ergraute, meinte er: je weniger da ist desto weniger muss er entsorgen.

Es entstanden einige Skulpturen und Kraftgegenstände aus dem wunderbaren Holz. Mit einer Farbskala von weiss, hell bis dunkel braun, ins rötliche bis Violett zu Schwarz. Fein geschliffen und poliert  fühlt es sich warm, sanft, fast weich an.